Biografie

Éliette Abécassis

Als scharfsinnige Beobachterin dekonstruiert die Philosophin Éliette Abécassis die Mechanismen des modernen Zusammenlebens. Im deutschsprachigen Raum feierte sie mit ihren Beziehungsromanen Mit uns wäre es anders gewesen (übersetzt von der renommierten Schriftstellerin, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 2025 und Mainzer Stadtschreiberin Julia Schoch) und Bevor wir uns vergessen (übersetzt von Kirsten Gleinig, Trägerin des Hamburger Literaturpreises 2025) herausragende Erfolge. Ihre Romane wurden von den einflussreichsten literarischen Stimmen Deutschlands gefeiert : Elke Heidenreich würdigte ihr Schreiben im Spiegel als ein „feines, kluges Buch", während das renommierte WDR 5-Duo Christine Westermann und Andreas Wallentin die emotionale Tiefe ihrer Erzählkunst in Bevor wir uns vergessen als „anders und neu, liebevoll, erotisch, federleicht und abgründig tief" pries. Abécassis zeigt unerschrocken und doch zärtlich, wie die Sehnsucht nach Liebe und Intimität den großen historischen Umbrüchen unserer Zeit trotzt.

Éliette Abécassis gilt im deutschsprachigen Raum als eine der eindringlichsten Stimmen des modernen theologischen Romans. Als Tochter des renommierten jüdischen Philosophen Armand Abécassis wuchs sie in einer von tiefer Gelehrsamkeit geprägten Atmosphäre auf. Ihr weltweites Debüt Die Jesus-Verschwörung (Qumran), kongenial ins Deutsche übertragen von der mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichneten Übersetzerin Brigitte Große, verbindet auf brillante Weise biblische Exegese mit der Dynamik eines Kriminalromans. Mit Werken wie Die Verstoßene (La Répudiée) – in der feinsinnigen Übersetzung der Kulturwissenschaftlerin Sarah Dornhof – erforscht sie das Spannungsfeld zwischen religiöser Tradition und individueller Emanzipation. Ihre Ausbildung an der namhaften École normale supérieure und ihre Philosophie-Agrégation prägen jede ihrer Zeilen, in denen sie den großen Fragen des Glaubens, des jüdischen Erbes und der Weitergabe nachgeht.

Éliette Abécassis verkörpert eine künstlerische Vielseitigkeit, die weit über das klassische Schreiben hinausreicht. Als Romanautorin, Regisseurin und Drehbuchautorin sucht sie ständig den Dialog zwischen Wort, Bild und Ästhetik. Ein glänzendes Beispiel dafür ist die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem weltberühmten Illustrator Benjamin Lacombe für die prachtvolle Ausgabe von Der Schatten des Golem beim Knesebeck Verlag, feinfühlig übertragen von der Übersetzerin Anja Kootz. Auch im Kino hinterließ sie bleibende Spuren: Ihr Drehbuch für Amos Gitaïs Meisterwerk Kadosh lief im offiziellen Wettbewerb des Festivals von Cannes, und ihr Roman Ein freudiges Ereignis (übertragen von Brigitte Große) wurde erfolgreich für die Leinwand adaptiert. Abécassis verbindet die Tiefe der französischen Intellektualität mit einem unverwechselbaren Sinn für Stil und multidisziplinäre Eleganz.

Auszeichnungen

Der Brief

Treten Sie dem Kreis der Leserinnen und Leser von Éliette Abécassis bei. Dieser Brief wird Ihnen nur ein- bis zweimal im Jahr zugesandt, anlässlich ihrer nächsten Erscheinungen oder bedeutender literarischer Ereignisse.

Zur Begrüßung erhalten Sie demnächst einen unveröffentlichten Text von Éliette Abécassis, der ausschließlich diesem Kreis vorbehalten ist.

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