Deutsch von Julia Schoch
Trägerin des André-Gide-Preises und des Bundesverdienstkreuzes 2025
Amélie und Vincent treffen sich in jungen Jahren an der Sorbonne in Paris. Aus tiefen Blicken wird eine Nacht, in der sie an der Seine entlangspazieren. Im Morgengrauen verabreden sie sich für den nächsten Tag. Vincent kommt, Amélie nicht. Zerfressen von Unsicherheit befürchtet sie, Vincents Interesse könnte nicht ernst gemeint sein. Als sie schließlich doch zum Treffpunkt eilt, ist Vincent fort. Jahre vergehen, Vincent und Amélie erleben andere Leidenschaften und andere Ernüchterungen. Sie gehen Ehen ein, bekommen Kinder und warten auf ein Familienglück, das sich nicht einstellt. Der Zufall und später das Internet führen die Wege der beiden über den Verlauf von dreißig Jahren immer wieder zusammen. Mittlerweile steht jedoch etwas viel Größeres zwischen ihnen als Unsicherheit: das Leben.
„Liegt es nur an der Richtung, die wir einschlagen, oder ist nicht eine Art Scheitern immer schon vorprogrammiert, weil der Alltag die Liebe nun mal abnutzt? Was für ein feines, kluges Buch."
„Gut geschrieben, mit überraschenden Wendungen, bis zur letzten Seite spannend. Ein Roman, den man nicht einfach so beiseite legt. Weil man merkt, dass man nach der Lektüre selbst auf einer Zeitreise ist, in die eigene Vergangenheit."
„Der stürmische, mitreißende Roman begleitet Amélie und Vincent durch die nächsten 30 Jahre ihres Lebens. Er streift weltpolitische Ereignisse und erzählt davon, wie sich zwei Menschen immer wieder verpassen."